Stiftskirche Sankt Arnual Saarbrücken
1.) Die Kirche Der Heilige Arnoald oder Arnual war 601-609 Bischof von Metz, nach einer alten Quelle wurde ihm das Dorf Merkingen vom Merowingerkönig Theudebert II. geschenkt. Er gründete dort eine Priestergemeinschaft, die die Christianisierung der ländlichen Gebiete weiter vorantreiben sollte, nach einer Überlieferung wurde er dort auch bestattet. Nach seinem Tod wurde das Dorf in St. Arnual umbenannt. Das Stift St. Arnual wurde zum Zentrum des christlichen Glaubens an der Mittleren Saar, von dort gingen alle Pfarreigründungen im Umland bis zur Reformation aus. 1569 ließ der Saarbrücker Graf Johann IV. nach einigen Streitigkeiten den Dekan des Stifts gefangennehmen und übernahm selbst die Verwaltung und die beträchtlichen Besitzungen des Stifts. Seit der Einführung der Reformation in der Grafschaft 1575 ist auch das Stift evangelisch. Die heutige Stiftskirche am St. Arnualer Markt wurde von den Augustinerchorherren im 14. Jh. im gotischen Stil erbaut, die Turmhaube stammt aus dem Barock. Über Vorgängerkirchen ist nichts genaues bekannt. Die Kirche wurde 1886-88 renoviert und bekam am Westende des Hauptschiffes eine Orgelempore. Der Nachteil dieses Standortes unter dem Kirchturm ist der sehr dicke Spitzbogen vor der Empore, der einen großen Teil der Last des Turmes tragen muss. Dieser Bogen behinderte die volle Klangentfaltung der Orgel in den Kirchenraum hinein. Seit 1896 gehört die Kirche mit St. Arnual zur Stadt Saarbrücken, nach starken Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurde sie wieder aufgebaut und 1984-1994 zum letzen Mal restauriert.
Bilder der Stiftskirche aus 2005
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Stiftskirche St.Arnual 360° Innen Panorama
einfach mit gedrückter linker Maustaste über das Bild ziehen und sich die Kirche Virtuell anschauen.
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2.) Die Orgel Als Abschluss der letzten Restaurierung der Stiftskirche sollte 1995 auch eine neue Orgel gebaut werden. Es entstand eine Kooperation mit der Saarbruecker Musikhochschule, da diese an einer neuen Orgel für Unterricht und Konzert interessiert war. Im Unterschied zu den schon vorhandenen Orgeln der Hochschule (in der Hochschule selbst und in der Schlosskirche) sollte dieses neue Instrument dem Klangvorbild der französischen Romantik folgen. Wichtig beim Neubau war auch, dass man eine Konstruktion fand, die den Schall so in den Kirchenraum abstrahlt, dass der Spitzbogen des Turmjochs kein Hindernis mehr darstellt. Man einigte sich schließlich mit der Firma Kuhn (Männedorf, CH) auf folgende Disposition.
Orgel Stifts Kirche St.Arnual
7. Mai 2009, Stiftskirche St. Arnual Saarbrücken Orgel: Christian Barthen Mendelssohn: Sonate A-Dur op.65, 3 1.Satz: Con moto maestoso
Disposition |
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| I Grand Orgue | II Positif | III Récit expressif | Pédale | Koppeln |
| 1. Bourdon 16’ | 1. Salicional 8’ | 1. Quintaton 16’ | 1. Flûte 16’ | I-P |
| 2. Montre 8’ | 2. Bourdon 8’ | 2. Flûte traversière 8’ | 2. Bourdon 16’ | II-P |
| 3. Bourdon 8’ | 3. Prestant 4’ | 3. Viole de gambe 8’ | 3. Quinte 10 2/3’ | III-P |
| 4. Violoncelle 8’ | 4. Flûte 4’ | 4. Voix céleste 8’ (ab c°) | 4. Flûte 8’ | II-I |
| 5. Flûte harmonique 8’ | 5. Nazard 2 2/3’ | 5. Flûte octaviante 4’ | 5. Bourdon 8’ | III-I |
| 6. Prestant 4’ | 6. Quarte de Nazard 2’ | 6. Octavin 2’ | 6. Flûte 4’ | III-II |
| 7. Flûte 4’ | 7. Tierce 1 3/5’ | 7. Cornet V 8’ (ab g°) | 7. Bombarde 16’ | |
| 8. Doublette 2’ | 8. Plein Jeu V 1 1/3’ | 8. Basson-Hautbois 8’ | 8. Trompette 8’ | |
| 9. Fourniture IV | 9. Cromorne 8’ | 9. Voix humaine 8’ | 9. Clairon 4’ | |
| 10. Cymbale III 1’ | 10. Trompette 8’ Tremblant | 10. Trompette harmonique 8’ | ||
| 11. Cornet V 8’ (ab c’) | 11. Clairon 4’ Tremblant | |||
| 12. Basson 16’ | ||||
| 13. Trompette 8’ | ||||
| 14. Clairon 4’ | ||||
| 44 Register | elektr. Setzeranlage | Mech. Spiel- und elektr. Registertraktur | Manualumfang C-a’’’ | Pedalumfang C-g’ |




















